RÉMY ZAUGG
Pas de bla bla !
Ausstellung: 12. Juni bis 9. Juli 2016
Vernissage: 11. Juni 2016, ab 18 Uhr (Galerieraum Haus 5, Haferkornstraße 15 in Leipzig-Eutritzsch)
Die Galerie bipolar lädt am Samstag, dem 11. Juni 2016 herzlich zur Doppeleröffnung der Ausstellungen mit Druckgrafiken von Rémy Zaugg im Galerieraum, sowie Arbeiten der Klasse für Installation und Raum von Joachim Blank (HGB) in der Vorhalle ein.
Zaugg, der als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts gilt, wurde seit über 10 Jahren nicht mehr in Leipzig gezeigt, und wir freuen uns daher ganz besonders, Ihnen in Kooperation mit der Galerie Margareta Friesen (Dresden) und zeitgleich mit der großen Retrospektive in der Reina Sofía (Madrid) eine Auswahl aus „Reflexionen auf und über ein Blatt Papier“ (1970 – 1988) präsentieren zu können.
Die gezeigten Siebdrucke sind in ihrer konsequenten formalen Reduktion und den gleichzeitig philosophisch-poetischen Inhalten typische Werke des 2005 verstorbenen Konzeptkünstlers, der auch durch seine Zusammenarbeit mit den Architekten Herzog & de Meuron, sowie durch seine zahlreichen Publikationen und die Ausrichtung von Ausstellungen anderer Künstler für internationale Aufmerksamkeit sorgte.
Ergänzt wird die Ausstellung durch den 53-minütigen Dokumentarfilm „Nie Zuviel“ (Kay Brudy & Ralf Spieß, Hamburg, 2005), der überaus interessante Einblicke in die Arbeit dieses Ausnahmekünstlers gewährt.
Zur Eröffnung erwartet Sie außerdem eine Einführung in die Ausstellung durch Dr. Margareta Friesen, sowie ein musikalisches Rahmenprogramm der Bratschistin Maider Díaz de Greñu mit Stücken von Georg Philipp Telemann, Tristan Murail und Garth Knox. Die Musikerin spielt zur Zeit im Staatsorchester Kassel als Bratsche Tutti und gehörte zuvor so namhaften Orchestern und Ensembles wie dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Neuen Philharmonie Frankfurt oder im Bereich der Kammermusik dem Arima Trio und vielen anderen an.
Parallel dazu eröffnet in der Vorhalle der Galerie eine Ausstellung der Klasse für Installation und Raum der HGB Leipzig. Zauggs praktische und theoretische Werke sind für die Klasse auch und gerade in Hinblick auf den Umgang mit Orten und deren Bedeutungsgestaltung besonders relevant. Dem stark konzeptionellen Ansatz Zauggs begegnen die Künstlerinnen und Künstler der HGB mit prozesshaftem Arbeiten im und mit dem Ausstellungsraum.
Im Vorfeld der Eröffnung hatten die Studierenden einige Wochen Zeit, vor Ort ihre Arbeiten zu entwickeln, zu testen und umzusetzen. In der für diesen Zeitraum als kollektives Atelier umfunktionierten Galerie entstand ein hybrides Gebilde aus künstlerischen Gruppen- und Einzelinteressen, das auch als Prolog von Zauggs Druckgrafiken fungiert und einen aktuellen Überblick der Kunstproduktion der Klasse für Installation und Raum zeigt.